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München

Neue Gebührenordnung am Viktualienmarkt: Was Standbetreiber jetzt zahlen

Die Standgebühren steigen im Schnitt um 11 Prozent. Für kleine Stände gibt es eine Deckelung, die Betreiber halten sie für zu niedrig angesetzt.

Porträt der Redakteurin Katrin Ostermeier

Von Katrin Ostermeier, Redakteurin für Verkehr und Stadtentwicklung

Veröffentlicht am 05. September 2026, 10:20 Uhr

Begleitet seit 2014 den Ausbau von S-Bahn, Tram und Radwegen in München.

Lesedauer rund 3 Minuten

Marktstand mit Gemüse und Verkäufern auf dem Viktualienmarkt in München
Rund 110 Stände sind auf dem Viktualienmarkt dauerhaft vergeben, 30 davon in Familienhand.

Die Markthallen München erhöhen die Standgebühren zum Jahreswechsel um durchschnittlich elf Prozent. Für Stände bis zwölf Quadratmeter gilt eine Deckelung von sechs Prozent. Begründet wird der Schritt mit gestiegenen Kosten für Reinigung, Strom und die Sanierung der Versorgungsleitungen.

Standbetreiber wehren sich. Bei einer Versammlung am Donnerstag sammelte der Verein der Marktkaufleute 84 Unterschriften gegen die Ordnung. Ihr Argument: Die Deckelung greife erst bei sehr kleinen Ständen, viele Familienbetriebe lägen knapp darüber.

Das Kommunalreferat verweist auf einen Investitionsstau von 46 Millionen Euro. Ohne höhere Einnahmen ließen sich weder die Kühlung noch die Elektrik erneuern.

Im Oktober berät der Stadtrat erneut. Im Gespräch ist eine gestaffelte Anhebung über drei Jahre statt einer Erhöhung in einem Schritt.

Zahlen zum Thema

Erhöhung im Schnitt
11 Prozent
Gültig ab
1. Januar 2027
Dauerhaft vergebene Stände
110

Über Katrin Ostermeier

Porträt der Redakteurin Katrin Ostermeier

Redakteurin für Verkehr und Stadtentwicklung

Katrin Ostermeier hat Politikwissenschaft in Regensburg studiert und volontierte bei einer Tageszeitung im Landkreis Ebersberg. Seit 2014 schreibt sie über Verkehr, Wohnen und Stadtplanung in München.

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