Umland
MVG testet Elektro-Gelenkbusse zwischen Bogenhausen und Moosach
Sieben Fahrzeuge fahren ab Montag auf der Linie 54. Die Ladezeit an der Endhaltestelle beträgt sechs Minuten, die Reichweite reicht laut MVG für einen kompletten Umlauf.

Von Katrin Ostermeier, Redakteurin für Verkehr und Stadtentwicklung
Veröffentlicht am 02. September 2026, 09:00 Uhr
Begleitet seit 2014 den Ausbau von S-Bahn, Tram und Radwegen in München.
Lesedauer rund 3 Minuten

Die Münchner Verkehrsgesellschaft setzt ab Montag sieben Elektro-Gelenkbusse auf der Linie 54 ein. Die Fahrzeuge laden an den Endhaltestellen in Bogenhausen und Moosach über einen Stromabnehmer auf dem Dach nach, jeweils sechs Minuten pro Umlauf.
Die Linie gilt als anspruchsvoll, weil sie mehrere Steigungen bedient und im Berufsverkehr dicht getaktet ist. Genau deshalb wurde sie für den Test ausgewählt, sagt Betriebsleiter Ralf Wiedemann. Erfahrungen aus dem Winter sollen zeigen, wie stark Heizung und Kälte die Reichweite drücken.
Die Busse bieten 108 Plätze, davon 41 Sitzplätze, zwei Stellflächen für Rollstühle und Kinderwagen sowie Steckdosen an jeder zweiten Sitzgruppe. Der Fahrpreis ändert sich nicht.
Fällt der Test positiv aus, will die MVG bis 2030 rund 250 Dieselbusse ersetzen. Die Kosten dafür liegen nach interner Schätzung bei 310 Millionen Euro, ein Teil soll über Bundesmittel gedeckt werden.
Zahlen zum Thema
- Fahrzeuge im Test
- 7
- Reichweite je Ladung
- rund 190 Kilometer
- Ladezeit an der Endhaltestelle
- 6 Minuten
Über Katrin Ostermeier

Redakteurin für Verkehr und Stadtentwicklung
Katrin Ostermeier hat Politikwissenschaft in Regensburg studiert und volontierte bei einer Tageszeitung im Landkreis Ebersberg. Seit 2014 schreibt sie über Verkehr, Wohnen und Stadtplanung in München.
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